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Genügsame, kollaborative und schuldenfreie Konsumstile

Nachhaltiger Konsum – mehr als Bio und Fairtrade?

In den Blickpunkt der Diskussion um nachhaltigen Konsum fällt meist die umwelt- und sozialverträgliche Herstellung von Produkten. Vergessen wird dabei oft, dass es auch nachhaltig ist, Dinge nicht zu kaufen. Bewusste Konsumentscheidungen können auch Entscheidungen gegen den Produktkauf sein. Wir sprechen in dieser Hinsicht vom ökonomisch nachhaltigen Konsum.

Heißt das Verzicht?

Nicht unbedingt! Der freiwillige Verzicht auf Produkte, die man nicht unbedingt braucht, bedeutet häufig einen Zugewinn an Lebenszufriedenheit und -qualität. Ein autonomes, von den Konsumzwängen befreites Leben, Zufriedenheit mit dem, was man hat – das sind die Treiber für einen genügsamen Konsumstil. Und wenn wir auf Produkte nicht verzichten möchten, gibt es nachhaltige Alternativen zum Produktkauf, wie z. B. das Ausleihen oder Mieten. Dabei helfen Apps, Onlineportale und soziale Initiativen rund um kollaborative Konsumstile.

Sparen um die Welt zu retten?

Weniger konsumieren bedeutet auch, weniger Geld auszugeben. Gleiches gilt meist für das Teilen, Leihen, Tauschen, und Mieten von Produkten. Nachhaltiger Konsum muss also nicht teuer sein, sondern kann sogar unsere finanziellen Ressourcen schonen. Wir verstehen daher auch schuldenfreie Konsumstile als ökonomisch nachhaltig.

Was sind unsere Forschungsfragen?

Was ist unter ökonomisch nachhaltigem Konsum alles zu fassen? Was sind Treiber und Barrieren für Konsumenten? Gibt es Geschäftsmodelle für den „Nicht-Konsum“? Wer konsumiert nachhaltig und wer nicht? Wie nachhaltig sind alternative Formen des Konsumierens? Im Rahmen unseres Teilprojektes möchten wir Antworten auf diese Fragen erlangen.

Wie gehen wir vor?

In einem ersten Schritt widmen wir uns über qualitative Interviews einem Expertenkreis: darunter Pioniere der Sharing Economy, Querdenker der Minimalismus- und Slow Living-Bewegung, sowie Menschen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verbraucherbildung.

Im zweiten Schritt geht es um die Verbraucher: Wer sind die Konsumenten, die ökonomisch nachhaltig konsumieren? Über eine Means-End-Analyse mit Hilfe von Online-Laddering möchten wir mehr über ihre Motive und Wertvorstellungen erfahren.

Die Ergebnisse unserer Forschungsarbeit finden Sie demnächst hier.