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SPIN – STRATEGIEN UND POTENZIALE ZUR INITIIERUNG UND FÖRDERUNG NACHHALTIGEN KONSUMS

Mit der Pilotmaßnahme „Nachhaltiges Wirtschaften“ im Rahmen der sozial-ökologischen Forschung verfolgt das BMBF das Ziel, gesellschaftliche Transformationsprozesse zum nachhaltigen Wirtschaften zu begleiten bzw. zu unterstützen und damit die Vorreiterrolle Deutschlands auf dem Weg zu einer Green Economy weiter auszubauen.

Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung untersucht eine Forschungskooperation aus vier Hochschulinstituten die „Strategien und Potenziale zur Initiierung und Förderung Nachhaltigen Konsums (SPIN)“.

Ausgangspunkt des Projekts ist eine gemeinsame Grundlagenstudie zur Erfassung nachhaltiger Konsumstile sowie zur Segmentierung von Konsumenten. Darauf aufbauend folgen mehrere Teilprojekte mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten.

Eine zusammenfassende Übersicht zum SPIN-Projekt mit seinen Forschungsfragen und Teilprojekten finden Sie hier

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Forschungsschwerpunkte


Point-of-Sale-Gestaltung im stationären Handel

Viele Kaufentscheidungen werden direkt am Point-of-Sale (POS) getroffen. Dem Handel wird daher häufig die Rolle als „ökologischer Gatekeeper“ zugeschrieben, der durch seine Sortiments- und Kommunikationspolitik das Verbraucherverhalten beeinflusst. Genaue Kenntnisse, welche Faktoren am POS nachhaltige Konsumstile fördern sind in der Forschung jedoch bislang rar. An diesem Punkt setzt das SPIN-Forschungsvorhaben an und analysiert den Einfluss der POS-Gestaltung bspw. mittels Experteninterviews und Quasi-Experimenten am POS in Verbindung mit mobilem Eyetracking.

Betreut von: HHL Leipzig

Zusammenspiel verschiedener Medien und (Online-) Kommunikationskanäle

Durch die Digitalisierung und die damit verbundene starke Zunahme an Kommunikationskanälen (z. B. Unternehmens-Website, Onlineshops, Blogs, Vergleichsportale, Social Media, Mobile Apps) entstehen zahlreiche Chancen für den Dialog mit den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Als grundlegende Frage wird im Rahmen des SPIN-Forschungsprojekts untersucht, welchen Einfluss die Nutzung bestimmter Kanäle auf das nachhaltige Konsumverhalten hat. Eine weitere Frage lautet, wie sich über das Zusammenspiel verschiedener Medien eine Erlebniswelt schaffen lässt, die bereits nachhaltig agierende Konsumentengruppen in ihrem Verhalten bestärkt und weniger nachhaltige Konsumentengruppen für das Thema Nachhaltigkeit gewinnt.

Betreut von: Leibniz Universität Hannover, TU Braunschweig

Ökonomisch nachhaltiger Konsum

Ein aktuelles Phänomen des ökonomisch nachhaltigen Konsums ist der Trend zum bewussten Nicht-Konsum und kollaborativen Konsumpraktiken. Dies zeigt sich in der zunehmenden Beliebtheit von Plattformen und Geschäftsmodellen für das Teilen, Tauschen und Leihen von Produkten und Dienstleistungen. Das SPIN-Projekt hat sich daher zum Ziel gesetzt, im Rahmen von qualitativen Experten- und Konsumenteninterviews die Motive zu identifizieren, die einen genügsamen, schuldenfreien und kollaborativen Konsum fördern.

Betreut von: Universität Potsdam


Wissenstransfer

Um einen Wissenstransfer von der Forschung zur Praxis zu ermöglichen, werden die Erkenntnisse anschließend gebündelt und praxisrelevante Konzepte zur Verbraucherkommunikation und -schulung erarbeitet.


Verbraucherkommunikation | Crossmediale Kommunikationsstrategien

Für Hersteller und Händler stellt sich die Herausforderung, die unterschiedlichen Kommunikationskanäle – offline wie online – integriert zu betrachten und effektiv einzusetzen. Auf Basis der Erkenntnisse zur POS-Gestaltung sowie des Zusammenspiels verschiedener Medien sollen in Workshops crossmedialen Kommunikationskonzepte entwickelt werden. Dabei sollen die Synergien und Potenziale der Verbraucherkommunikation zur Förderung nachhaltiger Konsumstile genutzt werden.

Betreut von: HHL Leipzig, Leibniz Universität Hannover

Verbraucherschulung | Blended Learning zur Förderung nachhaltigen Konsums bei Schülern

In der Transferphase des SPIN-Projekts soll eine Unterrichtseinheit entwickelt werden, die Wissen und Kompetenzen zum nachhaltigen Konsum vermittelt, sowohl zu den ökologischen als auch den sozialen und ökonomischen Konsequenzen des Konsums. Als Lernform wird das Blended Learning eingesetzt, d. h. die Kombination von Präsenzunterricht und E-Learning. Die Unterrichtseinheit wird in das Schulfach Wirtschaft-Arbeit-Technik (WAT) integriert und in diesem erprobt und evaluiert.

Betreut von: Universität Potsdam, TU Braunschweig